Chancengerechtigkeit

Selbstgewählte Bildungsziele zu erreichen, setzt voraus, dass der Zugang zu Bildung ein allgemeines Recht, ein Bürgerrecht ist. Auch wenn dies in demokratisch verfassten Gesellschaften prinzipiell gewährleistet sein soll, so sieht die Wirklichkeit trotz Debatten im öffentlichen Raum und unterschiedlichen Bestrebungen doch anders aus. Struktureller Rassismus und Antisemitismus sind unterschwellig erschreckend weit verbreitet, von Gendergerechtigkeit sind unsere kulturellen, sozialen und ökonomischen Verhältnisse noch weit entfernt. Menschen werden aufgrund von Vorurteilen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Herkunft, ihrer auf Migration beruhenden Biografie, ihres Hilfs- und Assistenzbedarfs im alltäglichen Leben nach wie vor benachteiligt.

Teilhabe ist der Schlüssel, um jede Art von diskriminierenden Einstellungen und Handeln zu verändern und zu unterlassen. Die Aufgabe stellt sich weniger für die Betroffenen, die Opfer von Benachteiligung und Ausschluss sind. Die Täter in ihrer Gesinnung und Ablehnung sind es, die für einen Umbau von Werten und Haltungen erreicht werden müssen.

Den Ansatz für unsere Bildungsarbeit sehen wir bei Kindern und Jugendlichen. Ihnen die Augen zu öffnen, ihre Neugier auf andere kulturelle Traditionen zu wecken, den Umgang mit Andersartigkeit zu üben, sind Ansätze, auf denen unsere Projekte und Aktivitäten bauen. Interkulturelle Öffnung, friedfertige Fähigkeit zur Lösung von Konflikten, Arbeit am Selbstbild mit dem Ziel einer Dynamisierung, Verständnis und Toleranz sind das, was wir für alle erreichen wollen. Wir können Wege dazu anbieten. Unsere gemeinsame Arbeit darf so Freiräume gestalten und Freiheit für alle ermöglichen. Dies brauchen offene Gesellschaften.

 

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PROGRAMMKOORDINATION BERLIN/ ASSISTENTIN DER ABTEILUNGSLEITUNG
 

Sophie Tenbrink


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