Tätigkeitsfelder

Neben den langjährigen Programmen, „BildungsBande“ und „ZukunftsBande“, führt die Zukunftsstiftung Bildung auch Workshops, kleinere Projekte und Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer durch.

Im Zentrum dieser Angebote stehen gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel „Europa" oder auch die „Entwicklung von Medienkompetenz", die „Stärkung von Sozial- und Methodenkompetenz" sowie Projekte oder Workshops zu aktuellen Herausforderungen, z.B. „Resilient durch die Corona-Pandemie!"

Unsere Projekte

Projekte entstehen oftmals durch Nach- und Anfrage unserer Partnerorganisationen. Es gibt grobe Ideen und wir stricken gemeinsam passende Projekte, die wir dann in enger Absprache mit unseren Partnern durchführen.

Am 5. Februar 2020 haben sich die Kinder des 5. Jahrgangs an der Anne-Frank-Gesamtschule in der Dortmunder Nordstadt sehr gefreut: Zum Abschluss ihres 10-wöchigen Kurses erhielten sie ihr buntes Zertifikat für „aufmerksame Teilnahme“ und Engagement.

Damit hat die erste Gruppe von 10 Kindern den Kurs abgeschlossen. Unter dem Schlagwort „Mut tut gut“ wurde den Kindern ein Training angeboten, das sie befähigen soll, den Stressanforderungen im konfliktreichen Schulalltag souverän begegnen zu können. Körperarbeit, situatives Vorstellen und sprachlicher Ausdruck wurden mit einfachen, aber wirksamen Mitteln der Selbstverteidigung zu einem schlüssigen Programm kombiniert. Es geht darum, sich selbst einzuschätzen, Emotionen zu beherrschen, sich abzugrenzen und sich aus schwierigen Situationen heil herauszubringen.

„W.I.R. - in Europa“ ist ein neues Vorhaben, das als Pilotprojekt im 2. Schulhalbjahr 2020/21 mit zwei weiterführenden Schulen und vier Grundschulen durchgeführt wird. In mehreren Trainings werden je 8 ausgewählte Schüler*innen der Sek.II zu „Europacoachs“ ausgebildet: Einerseits werden sie mit Werten und Grundhaltungen von Peer coaching vertraut gemacht, andererseits eignen sie sich Wissen zu Europa, zur Europäischen Union, zu den politischen, kulturellen und geschichtlichen Dimensionen an und lernen, dieses mit Grundschulkindern an Beispielen aus dem Alltag lebendig werden zu lassen.
Dabei lassen sich die Teilnehmer*innen leiten von den Kategorien W.I.R. gleich „Wissen“, „Initiative“, „Respekt“, indem sie gemeinsam Aufgaben lösen und Kleinprojekte initiieren. Jeder „Europacoach“ bildet mit zwei Grundschulkindern eine Lerngruppe, die sich durch 10 Lerneinheiten (Module) arbeitet. Alles hierfür nötige Wissen ist in einem Handbuch zusammengeführt, dem sogenannten „Europabuch“.  Je eine weiterführende Schule bildet mit einer Grundschule ein Peer-Learning-System.
Für beide Zielgruppen geht es um die Identifizierung mit den Kernwerten und mit der europäischen Idee. Was muss ich tun, wie lerne ich am Beispiel Europa selbständiges Denken und kritische Reflexion. Innovative Unterstützung bekommt das Projekt durch die Expertise erfahrener Journalist*innen aus der Reporterfabrik. Recherchieren, „fake news“ identifizieren, Filmclips erstellen und vieles mehr – das macht neugierig und weckt Aktivität. Somit steht das Projekt auch für den Transfer demokratischen Verhaltens und Einübung in demokratische Kultur.

Nach erfolgreicher Pilotphase, ist eine Erweiterung über das Portal E-Twinning denkbar. Die Schüler*innen lernen dann Europa nicht mehr nur theoretisch kennen, sondern kommen in einen direkten Austausch mit Schüler*innen aus anderen europäischen Ländern. Mithilfe einer Partnerschule im europäischen Ausland gäbe es eine geschützten Raum, in dem sich die Schüler*innen von ihrem Land, Stadt und Schule berichten können und so direkt erfahren, wie es in anderen Ländern, an anderen Schulen ist.

Möchten Sie auch Teil des Projekts werden? Dann melden Sie sich unter bildung@gls-treuhand.de

Unsere Workshops

Workshops ermöglichen einen Blick in neue Welten. In Tages- oder auch Wochenworkshops tauschen Kinder und Jugendliche in ein Thema ein, bearbeiten es gemeinsam und entwickeln so neue Ideen und Perspektiven auf die Welt.

„Du bist anders als ich – ich bin anders als Du“. Geschichten zu erzählen über die Familie, über die Herkunft und das Lieblingsgericht, darüber wie Feste gefeiert werden und worauf sich alle im Jahr freuen – das sind Inhalte von zweitägigen Workshops, welche Kindern und Jugendlichen die Vielfalt und Schönheit unterschiedlicher Kulturen vermitteln. Ziel ist, neugierig zu werden, Wertschätzung zu üben, innere Grenzen zu überwinden und Herkunft und andere Länder lebendig werden zu lassen.

Kreative Methoden, Story Telling und soziales Lernen in angenehmer Atmosphäre fördern das Miteinander und stärken das innere ICH des Kindes. Starke Kinder lernen leichter.

Die Zukunftsstiftung Bildung führt noch in diesem Jahr Workshops mit 100 Schüler*innen an einer Bochumer Schule durch.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche aus der Dortmunder Nordstadt. Das Ziel des Ferienworkshops ist die Schaffung eines positiven und hoffnungsvollen Selbstbildes der Jugendlichen. Wir werden gemeinsam mit den Jugendlichen auf einen Streifzug durch die Dortmunder Nordstadt gehen, die gekennzeichnet ist durch hohe Arbeitslosigkeit, ein hohes Armuts- und niedriges Bildungsniveau.

Wir halten Ausschau nach "Kunst" im eigenen Kiez und nähern uns dabei den Fragen: Was ist Kunst für den Einzelnen? Wo finde ich Kunst in meinem Alltag? Was hat Kunst mit mir und meinem eigenen Leben zu tun?

Kinder und Jugendliche betrachten täglich hunderte Porträts auf den gängigen sozialen Plattformen. In unserem Projekt begeben wir uns mit den Teilnehmer*innen auf die Suche nach den Ursprüngen des (Selbst-)Bildnisses. Wir schauen auf TIKTOK, Instagram, Facebook etc. wie sich die Jugendlichen darstellen. Was steckt hinter diesen Selfies? Welche Informationen möchten sie mit der Darstellung transportieren? Welche Haltung steckt dahinter? Und wie werden sie in den Medien von erwachsenen Marketingfachleuten dargestellt? Wir wagen den Blick hinter die Kulissen!

Nach dem Streifzug durch den Kiez folgt die Betrachtung von klassischen Porträts in unseren Museen. Wir hinterfragen, welche Wirklichkeit hier abgebildet wird! Finden sich die Jugendlichen hier wieder?

Gefördert wird das Projekt von der „Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung“ (BKJ).

Kein Stadtteil Dortmunds ist so bunt wie die Nordstadt. 59.479 Einwohner*innen (2017) aus über 130 verschiedenen Nationen sorgen für eine enorme kulturelle u. soziale Vielfalt.
In unserem Projekt möchten wir die Kinder dazu ermächtigen, mit den herrschenden Umständen umzugehen.
Wir gehen dabei nicht von einer resignierenden Perspektive aus, sondern versuchen die Umstände in einen künstlerisch-kreativen Entdeckungsprozess einzubinden, mit diesen zu spielen, Ideen zur Verbesserung zu entwickeln und kreativ und künstlerisch die Umwelt zu verändern.
Ist das Kunst oder kann das weg? Viele kennen diesen Spruch. Kunst ist relativ, Ansichtssache, subjektiv. Die Freiheit Kunst zu erleben und Kunst zu deuten soll die grundlegende Erfahrung für die Kinder werden.

Unsere Fortbildungen

Der Beruf des Lehrers, der Lehrerin oder der Schulleitung ist herausfordernd. In unseren Fortbildungen erhalten sie die Möglichkeit die eigene Profession zu reflektieren und zu vertiefen.

Rückmeldung positiv, wertschätzend und grundsätzlich konstruktiv geben, ist ein Thema, das alle an der Schule Agierenden betrifft: Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern. Daher gibt es eine Vielzahl von Kommunikationsachsen, die gekonnt bedient werden wollen. Eine gelingende Feedback-Kultur fördert das Lernen der Kinder und Jugendlichen und stärkt die Professionalität der Lehrenden. Sie macht Schule zu einem Ort mit einer positiven Lernkultur.

Lernziele dieser Veranstaltung sind: Kenntnisse erwerben: Was ist Feedback? Was soll mit Feedback erreicht werden? Wo findet Feedback Anwendung und wie kann es optimal genutzt werden?  Die Teilnehmenden üben die Kunst „Feedback zu geben“ in ihrer Gesprächspraxis, reflektieren ihre Kommunikation, trainieren neue Formen der Rückmeldung und lernen auf Wunsch online-Tools kennen.

Das Thema ist geeignet für einen „Pädagogischen Tag“ mit dem ganzen Kollegium, aber auch für einzelne Gruppen: Steuerungsgruppen, didaktische Leitung und Abteilungsleitungen.

Preise:
Ganztäger (je nach Teilnehmerzahl) 1.000 EUR bis 1.200 EUR
Halbtäger: 600 EUR

Das Konzept von Resilienz kennen lernen und an der inneren Stärke arbeiten. Anstelle der erlebten Überforderung und Überlastung sich mit den Faktoren für Salutogenese beschäftigen. In gezielt eingesetzten Übungen neue Potenziale entwickeln, durch Achtsamkeit und entsprechende Trainingseinheiten zu Gelassenheit und Kreativität, zu Freude an der Kommunikation und am kollegialen Austausch zurückfinden. Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen neue Ansätze erleben, die deutlich zu höherer Motivation und Konzentration in der Klasse und in Lerngruppen führen. Spaß, Abbau von Stress durch Energizer, Konzentration durch „Cognizizer“, Entspannung und Ruhe durch „Tranquilizer“.

Methodik: Inputs und aktivierende Übungen, Präsentation und fruchtbarer Austausch erwarten die Teilnehmenden. Immer auch im Sinne des didaktischen „Doppeldeckers“, da sich Wissen und Praxis wechselseitige durchdringen.

Ziele: Die Teilnehmer*innen kennen die grundlegenden Konzepte, haben Erfahrungen mit verschiedenen Übungen gemacht und können diese mit Schülergruppen durchführen.
    
Preise:
Ganztäger (je nach Teilnehmerzahl) 1.000 EUR bis 1.200 EUR
Halbtäger: 600 EUR

Erwartungshaltung und Interesse zu Unterrichtsbeginn wecken können – das fördert soziale Kompetenzen und auch das fachliche Lernen. Das Wissen darum, wie sich Motivation steigern lässt, welche entscheidende Rolle die Lehrperson hierbei spielt, liefert die Grundlage für den täglichen Einsatz beim Start in den Unterricht.
Angeboten werden Übungen, die sich zu Struktur gebenden Ritualen entwickeln können und so eine nachhaltige Unterstützung und Ergänzung im sogenannten „classroom management“ sein können. Konzentration, rhythmische Übungen, kinesiologische Übungen, Spiele für die Stärkung der Gruppe haben eine starke Wirkung und schaffen nachhaltig den Zusammenhalt der Lerngruppe.

Input und praktische Übungen im Wechsel erzeugen bei den Teilnehmenden den Mut zum selber Ausprobieren und Einführung in den Unterricht.

Preise:
Ganztäger (je nach Teilnehmerzahl) 1.000 EUR bis 1.200 EUR
Halbtäger: 600 EUR

Die Ausgangslage zu berücksichtigen, das Problemwissen und Befindlichkeiten einzuschätzen gehören zu einer guten Vorbereitung ebenso, wie den gesamten Prozess zu erkennen und anstehende Termine darauf auszurichten. Fachliches von Persönlichem zu unterscheiden, psychologisches Hintergrundwissen zu Gruppendynamiken zu kennen und sich selbst auszurichten hinsichtlich Sozial-, Personal- und Fachkompetenz sind die Grundlagen, damit eine Moderation gelingen kann und die Sitzung von allen Teilnehmenden als fruchtbar erlebt wird. Schließlich werden Tipps vermittelt zur Organisation, Durchführung, Nachbereitung und Erhaltung der nachhaltigen Wirksamkeit von Beschlüssen und Vereinbarungen.

Die Teilnehmenden erarbeiten sich Grundlagenwissen zu Moderationstechniken, lernen Gruppenprozesse gestalten, Beiträge einzuordnen bzw. zu nutzen und den Umgang mit Störungen. Auf Wunsch werden auch Tipps und Anregungen zu digitalen Meetings gegeben.

Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die mit Leitungsaufgaben betraut sind und zu deren Alltag die Ausrichtung von Meetings gehört: Schulleitungen, didaktische Leitungen, Abteilungsleitungen, Mitglieder von Steuergruppen, Fachgruppen, Jahrgangsteams.

Preise:
Ganztäger (je nach Teilnehmerzahl) 1.000 EUR bis 1.200 EUR
Halbtäger: 600 EUR

Ein Plakat, eine bildlich gestaltete Tagesordnung, eine selbst gezeichnete Grafik bieten einen anderen Einstieg in Veranstaltungen und auch in Unterricht: Von ihnen gehen Wertschätzung Freundlichkeit aus, und sie signalisieren die Vertrautheit der Leitung mit den Themen.
Die Teilnehmenden lernen die Prinzipien der Visualisierung kennen und können sich in Übungseinheiten ausprobieren. Ausführliche Anleitungen bieten Hilfestellung beim Visualisieren,

Preise:
Halbtäger: 600 EUR

„Pädagogische" Tage sind ein wichtiges Instrument Schule zu gestalten und das Kollegium mitzunehmen, gemeinsam Themen zu bearbeiten und sich dazu zu verhalten.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, „Pädagogische" Tage aufzubereiten. Es kann sinnvoll sein, ein neues Thema als Impuls in die Schule zu holen oder eigene Themen in Ruhe und ausführlich gemeinsam zu bewegen, um zum Beispiel als Schule eine Haltung dazu zu entwickeln.

Kommen Sie gerne auf uns zu und wir besprechen, wie wir Ihren pädagogischen Tag am besten gestalten!

Preise:
Ganztäger (je nach Teilnehmerzahl) 1.000 EUR bis 1.200 EUR
Halbtäger: 600 EUR

Ehemalige Projekte

Seit Gründung der Zukunftsstiftung Bildung sind vielfältige Projekte entstanden. Einige haben sich verselbständigt, andere sind beendet oder ruhen derzeit.

Die AG Ökonomische Bildung in der GLS Treuhand, Bochum, hat sich als Ziel vorgenommen, beispielhaft Lerneinheiten zu konzipieren und Arbeitsmaterialien für das Fach Wirtschaft zu entwickeln, die alternativ zum üblichen schulischen Unterricht und zu gängigen Lehrinhalten und Materialien auf einen anderen Umgang mit Geld abheben und in allen wirtschaftlichen Verfahrensweisen nicht nur Bedürfnisse von Menschen ins Zentrum stellen, sondern auch humane Werte wie Gerechtigkeit, Würde und Freiheit fördern.

Hierfür führt die AG Ökonomische Bildung mit Student*innen einen Pilotversuch durch: Sie erstellen neue Konzepte für Lerneinheiten und erproben diese mit Schüler*innen im Schullalltag. In ihre neue Rolle als Peer-Coachs werden sie durch die Zukunftsstiftung Bildung eingeführt, durch Caspar Dohmen, Publizist, und das Institute for Social Banking werden sie fachlich begleitet.

Das Projekt Ökonomische Bildung ist in der Durchführungsphase angekommen: Im Sommersemester 2017 haben sich 16 Studierende der Universität Witten/Herdecke auf ihre Rolle als Coachs vorbereitet. Sie nahmen dazu an einem Vorbereitungstreffen und an zwei Workshops über jeweils ein Wochenende teil:

Im Mai ging es in der GLS Bank um Werte und Haltungen, um Methoden und den Unterschied von Coachen und Unterrichten. Die Aufgabenstellung wurde vorbereitet: Gruppen zu bilden, die als Entwerfer und Autoren Lerneinheiten zu abgestimmten Themen erarbeiten.

Im Juni folgte der zweite Workshop an der Anne-Frank-Gesamtschule, Dortmund. Zum einen wurden die Skizzen für die Konzepte der Lerneinheiten präsentiert, zum anderen gab es weitere Übungen, darunter auch eine Felderkundung, in der die Teilnehmer*innen paarweise als „Forscher“ in die Dortmunder Nordstadt ausschwärmten und die Menschen zum Thema Geld, Kredit und Banken interviewten. Die Antworten von Kioskbesitzern, türkischen Bäckern und Spielhallenbetreibern boten anschließend viel Stoff für Auswertung und Gespräche.

Inzwischen haben die studentischen Teams die Lerneinheiten detailliert vorbereitet. Caspar Dohmen hat sie redaktionell bearbeitet und fachlich geprüft, in Zusammenarbeit mit dem Institute for Social Banking. In einem Workshop im Kulturhaus Oskar, Bochum, der die Projektarbeit im Wintersemester 2017/18 einläutete, präsentierten die Teams ausgewählte Themen (Stunden) und probten den Ernstfall, bevor sie dann an Schulen mit Schüler*innen arbeiten werden.

Die Praxiserprobung beginnt in diesem Pilotjahr mit drei Partnerschulen: die Frida-Levy-Gesamtschule, Essen, die Anne-Frank-Gesamtschule, Dortmund, und das Clara-Schumann-Gymnasium, Holzwickede. Alle Schulen haben mehrere Kurse gebucht.

In der Universität Witten/Herdecke ist das Projekt am Lehrstuhl von Prof. Dr. Reinhard Loske verortet, alle Studierenden erhalten eine Benotung für die Teilnahme am „Seminar zur Entwicklung von Unterrichtskonzepten über die Finanzwirtschaft an Schulen“.

Das Lehr- und Lernmaterial wird unabhängig davon öffentlich zur Verfügung stehen für alle, die damit arbeiten möchten.

Das Bewusstwerden der eigenen Identität ist ein Schritt, um in der Gegenwart anzukommen und Ziele für die Zukunft zu entwickeln. Schon immer haben Menschen Geschichten erzählt und Tagebücher geschrieben, um das Erlebnis einer personalen Einzigartigkeit von innen nach außen zu bringen.

Wir verwenden Storytelling als eine Übung, die in der Regel ein positives Ergebnis hat. Hierzu werden die Kinder in klaren Schritten angeleitet, die Herkunft ihrer Familie kennenzulernen und so zu erzählen, dass sie als interessantes Beispiel anderen Menschen Bedeutung und Erkenntnis geben kann. Die persönliche Betroffenheit, die bei "Höre meine Geschichte" entsteht, wird sich vom Erzähler auf die Zuhörerschaft übertragen. Dadurch inszenieren sich wichtige soziale Prozesse und Erfahrungen. Wer schreibt - der bleibt. Bei sich und bei anderen. Jeder Mensch kann ein Geschichtenerzähler sein und die dazu nötigen sprachlichen und sozialen Kompetenzen erwerben.

Unter dem Motto „Sprache durch Spiel“: spielerisch Deutsch lernen, gemeinsam Theaterszenen entwickeln, Feedback austauschen und miteinander lernen. Improvisationstheater unterstützt die Sprachentwicklung und macht Spaß, und über Freude am Tun wird das sprachliche Potenzial angeregt und vielseitig gefördert.

Die Projektleitung lag in den Händen der Zukunftsstiftung Bildung. Den Sprachunterricht leiteten zwei Pädagog*innen, die in der Vermittlung von Deutsch als Fremd-/Zweitsprache bereits viel Erfahrung gesammelt und auch Hausaufgabenhilfe für Schüler*innen mit Migrationshintergrund durchgeführt haben. Die Improvisationstheaterworkshops übernahmen zwei Theaterpädagog*innen, die seit Jahren mit theaterpädagogischen Konzepten zu Unterrichtsthemen, Konfliktlösungsstrategien und Sprachförderung arbeiten. Diese Workshops fördern die Identifikation mit der neuen Sprache, den sprachlichen Ausdruck und ergänzen den schulischen Lernprozess. Der Erfolg basiert auf freiem, assoziativem und spontanem Spiel. Hier gelingt es, Barrieren zu senken und einen offenen Austausch von Fähigkeiten und Erfahrungen zu fördern. Die sprachlich fitteren Schüler*innen wurden motiviert, die Schwächeren zu unterstützen.

Ein Highlight der Ferien war der gemeinsame Ausflug ins GRIPS Theater! Theater erleben und Teil eines großen Publikums zu sein, Emotionen der Darstellung zu fühlen und gemeinsam durch Berlin zu fahren – das stärkte die Gruppe und die Motivation selbst Theater zu spielen.

Bei der Aufführung am Abschlusstag wurden dann zwei Szenen vorgespielt, die jeweils von den Kindern ausgedacht, geprobt und gespielt wurden.

Kinder fördern mit Musik

Das Programm „Jedem Kind ein Instrument" möchte Grundschulkinder für Musik begeistern: Hier erfahren sie nicht nur, was es mit Takt und Rhythmus auf sich hat, sondern auch, wie Töne entstehen, wie Instrumente klingen und wie man auf ihnen spielt. Der vierjährige Unterricht soll mit der Vielfalt musikalischer Ausdrucksformen vertraut machen und das Zusammenspiel sowie Kreativität, Ausdauer und Wahrnehmungsfähigkeit stärken.

„Jedem Kind ein Instrument“ ist ein musikpädagogisches Angebot in den Grundschulen des Ruhrgebiets im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010. Das Programm wurde von der Kulturstiftung des Bundes, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Zukunftsstiftung Bildung in der GLS Treuhand e.V. entwickelt und maßgeblich gefördert. Bundespräsident Horst Köhler unterstützt das Modellvorhaben als Schirmherr.

Ihr Kontakt

PROGRAMMKOORDINATION BERLIN/ ASSISTENTIN DER ABTEILUNGSLEITUNG
 

Sophie Tenbrink


+49 (0)234 5797-5728
sophie.tenbrink@gls-treuhand.de